Salsa Basics

Es handelt sich híer um die sogenannte Street-Salsa, hauptsächlich geprägt von den Salseros aus Kolumbien und Venezuela. Dieser Stil wird bei CARICA im Anfänger- und Fortgeschrittenen-Kurs als Salsa Basics unterrichtet, da er sich aus den verschiedensten Gründen als ideale Basis für die beiden anderen Hauptstilrichtungen eignet. Die Basic-Salsa ist sehr erdig, tanzt den Kick (den 4. Takt) recht deutlich, ist mehr von Grundelementen und der temperamentvollen Interpretation der Musik als von zahlreichen Figuren geprägt und beinhaltet die wichtigsten Grundschritte und Grundelemente für alle weiteren Stilrichtungen.

 

Salsa Puertorican Style

Dies ist die derzeit in Europa und Nordamerika am weitesten verbreitete Stilrichtung, auch bekannt als Mambo-, New York- oder auch Los Angeles-Style. Getanzt wird auf den 1. oder 2. Takt, je nach Gusto und Fähigkeit des Tänzers. Der Stil ist geprägt von einem recht eindimensionalen Grundschritt (daher auch leicht zu erlernen), in dem sich die Partner gegenseitig ergänzen. Typisch für den Stil sind elegante Figuren, Fallfiguren, expressive Posen und Footwork, daher ist dieser Stil auch am weitesten bei den Salsa-Show-Tänzen verbreitet, wird dabei allerdings auch gerne mit anderen Tanzformen wie dem Step oder Jazz/Modern-Dance gemischt. Geprägt wurde dieser Stil in Europa hauptsächlich durch den Puertoricaner Pedro Gomez und in Nordamerika durch Eddie Torres und viele andere seiner Nachfolger.

 

Salsa Cubana

Wir sprechen hier von DER Salsa schlechthin - dieser Stil ist wohl die ursprünglichste Form, die in ihrem Herkunftsland Kuba auch "Casino" genannt wird. Typisch sind 2 verschiedene Grundschritt-Varianten (seitlich ähnlich dem Cha-cha-cha und gegenüber/al frente), die durch die sogenannte Salida (in der Rueda auch "Dile que no" genannt) miteinander verbunden werden. Getanzt wird auf die "Drei". Der Schwerpunkt der Stils liegt darin, sich im Einklang mit der nicht immer ganz unkomplizierten kubanischen Salsamusik zu bewegen. Die dabei einfließenden typisch kubanischen Bewegungsabläufe sind uns Europäern nicht unbedingt in die Wiege gelegt und die zu diesem Stil gehörenden Figuren nicht so einfach nachtanzbar. Eingeflossen in die kubanische Salsa sind vor allem folgende Rhythmen/Tänze:

  • der kubanische SON (s. auch Musik aus Buena Vista Social Club)
  • der kubanische BOLERO (der in den westlichen Lateintänzen fälschlicherweise zur Rumba wurde, die wiederum mit der afro-cubanischen-Original-Rumba überhaupt nichts zu tun hat, weder musikalisch noch tänzerisch)
  • der kubanische MAMBO (dessen heutzutage in den Standard/Latein-Tanzschulen gezeigte Variante bis auf die Musik nichts mehr mit dem Original gemein hat)
  • der kubanische CHA-CHA-CHA (der noch am wenisten verfälschte kubanische Tanz)
  • die afro-kubanische RUMBA (mit den Unterformen Yambú, Guaguanco und Columbia)
  • der kubanische DANZON (entwickelt aus der französichen Danzonette)
  • die spanische RUMBA Flamenca
  • u.a.

Die Salsa Cubana ist die anspruchsvollste Form des Salsatanzens, vor allem in der Sonderform der Rueda de Casino (dem Casino-Rad). Hier finden sich Paare in Kreisform zusammen und ein "Sänger" ruft (singt) die Befehle/Figuren (natürlich in Spanisch) und alle führen dann gleichzeitig die gerufene Figur aus, dies mit häufigem Partnerwechsel, was die Rueda zu einem sehr dynamischen Tanzerlebnis werden läßt (Achtung Suchtgefahr).